Guten Tag,
nun sind schon wieder zwei lernintensive Wochen vorbei und Volksfest war auch noch dazwischen! Olé.
Aber von vorne. Ich bin jetzt die letzten drei Wochen mit Poldi unterwegs, der fährt schon seit 15 Jahren beim Lindenmeyer und somit kann ich einiges von ihm lernen. Fahren lernt man ja eigentlich in der Fahrschule, aber die kleinen Tricks und Kniffe kann man nur von erfahrenen Kollegen bekommen. Langsam klappt auch das rückwärts an die Rampe fahren mit dem Hänger immer besser und ich hab jetzt schon zweimal den kompletten Lastzug rückwärts unter zwei Container druntergeschoben, ohne Schaden! Doch nun mal zu meinen Gedanken und Eindrücken, die ich so unterwegs mache und an denen ich Euch teilhaben lassen möchte.
Sonntag abend um 22 Uhr gings los Richtung Norden, da wir am Montag morgen in Fintel einen Umzug ausladen mussten. Glücklicherweise hat uns der Chef zwei Entladehilfen organisiert und wir hatten die Karre schon um kurz vor zwölf leer. Leider habe ich keine Bilder von der Abladestelle gemacht, die war nämlich ganz schön eng, aber mit Teamwork und dem Supereinweiser Poldi hab ich das gute Stück sauber da reingebracht. Nachdem wir leer waren gings dann ab nach Hamburg zum Laden und am nächsten Tag Richtung Heimat zum Ausladen. Danach haben wir in Germersheim wieder ne Tour für München geholt und sind nachts noch bis München durchgefahren. Da standen wir am nächsten Tag an einem Möbelhaus an der Warenannahme, da musste ich mich echt fragen was sich der oder die Architekten dabei gedacht haben?
Also da baut jemand ein neues riesiges Möbelhaus, mit EINER Rampe für die Warenannahme. Es ist ja nicht so, dass größere Möbelhäuser ab und zu auch mal eine größere Menge Möbel bekommen, die auch mal mit einem Hängerzug angeliefert werden. Und dann bauen die da so ne Rampe hin, das genau, aber wirklich genau ein LKW da reinpasst. Durchfahrtshöhe 3,90m (Tatsächliche Höhe vom LKW 3,70m) Breite: 3 Meter (LKW Breite 2,55m) links wurde die Rampe von einer Wand und rechts von einer Treppe begrenzt. Da sind auch schon mehrere Kollegen dran hängen geblieben, aber da braucht sich echt keiner wundern!
Die restliche Woche war dann soweit okay, Platz hatten wir auch einigermaßen zum Rangieren, aber das musste ich Euch einfach zeigen. Achja aufm Heimweg gabs dann nochmal ne Ladung Schnaps, die wir dann dank der langen Baustelle auf der A7 ca. 20 Kilometer über die Landstraße geschaukelt haben.
Die kommende Woche waren wir dann im Schwarzwald unterwegs und haben mal wieder Möbel verteilt. Das war auch eine feine Fahrerei, schöne Straßen, nette Häuschen ich fands da toll. Naja, außer die eine Möbelbude, an der uns die Lagerjungs erzählt haben, wir hätten um halb zehn einen Termin gehabt (von dem wir nichts wussten) und sie könnten und erst um 17 Uhr abnehmen! Tolle Aussichten, wenn man um halb eins bei ner Bude steht und sich auf ein Vesper freut. Also haben wir die komplette Lieferung für diese Bude umgeladen und sind zum nächsten Kunden gefahren. Gnädigerweise durften wir als wir wieder bei den Jungs war dann schon um halb vier abladen und mussten nicht bis fünf warten.
Als wir Mittwoch mit unserer Tour fertig waren gings nach Hessen wo wir Büromöbel für Basel geladen haben. Doof nur, dass die erst am Donnerstag früh ab 7 Uhr geladen haben und wir schon Mittwoch mittag um 16 Uhr dort waren. Naja, gabs halt mal früher Feierabend. Die ganze Laderei am nächsten Morgen hat auch noch bis um 14 Uhr gedauert, aber die Zeit wurde genutzt um die Bude zu putzen und zum Lesen. Als wir endlich fertig beladen waren, gings Richtung Schweiz, bei der Abfahrt war aber schon klar, dass wir es nicht mehr bis 17 Uhr zum Zoll schaffen werden und wer schonmal die A5 Richtung Basel gefahren ist, kennt sicherlich die tolle Ampel auf der Autobahn für die LKWs, welche zum Zoll müssen und die dazugehörige LKW- Schlange auf der Autobahn. Also haben wir einige Kilometer vor der Grenze auf nem Rasthof gehalten, der trotz später Stunde noch erstaunlich leer war und unsere große Pause gemacht. Am nöchsten Morgen gings dann zeitig Richtung Grenze und wir mussten natürlich an der Ampel stehen bleiben. Weil die Kollegen vor uns wohl auf der Autobahn vor der Ampel geschlafen haben, standen wir dort fast ne ganze Stunde, da alle noch gepennt haben! Als wir dann endlich am Zollhof waren, war ich noch ne Stunde mit Treppe hoch Treppe runter und Stempel holen beschäftigt und um halb acht konnten wir endlich Richtung Basel Innenstadt aufbrechen. Da wir uns vorher bei den Kunden melden sollten, habe ich gleich mal den netten Herrn am Telefon gefragt, ob man an der Abladestelle, denn gut mit einem Hängerzug reinfahren und abladen kann. "Kein Problem" war die Antwort...Jaja...Der komplette Zug musste in einer Tiefgarage abgeladen werden, aber seht selbst:
Um da reinzukommen, musste ich mich etwas rechtswidrig verhalten und den Verkehr anhalten, da die Straße dort nicht wirklich breit war und wir die komplette Gegenfahrbahn zum Rangieren benötigt haben. Innen war dann einigermaßen Platz um so abzuladen:
Wir hatten auch wieder zwei Entladehilfen und mussten die Tische nur bis zum Ende der Ladefläche schieben und somit gings gegen elf wieder Richtung Heimat, bzw. Germersheim um ne neue Tour zu holen und wir waren rechtzeitig zum Volksfest daheim!
Und das habe ich nun auch ordentlich genossen und heute Nacht gehts ausgenüchtert weiter Richtung Österreich.
So long...
18 September 2012
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