Moin Moin, wie der Hamburger zu sagen pflegt.
Da war ich letzte Woche mal kurz. Mitten drin und mal wieder eine enge Kiste in die man über drei Ecken rückwärts rein musste, aber ich hatte ja einen guten Lehrer, aber von vorne: Mittwochs wurde ich in der Nähe von Frankfurt beladen, für die Firma fahren wir zur Zeit öfter Büromöbel durch die Gegend. Dummerweise ist mir da natürlich gleich mal am frühen Morgen beim Umdrehen auf deren Hof ein kleines Mißgeschick passiert und ich habe den Versorgungsschlauch vom Anhängerluftkreis etwas gequetscht. Dumme Sache das, weil ohne Luft die Federung vom Hänger nicht funktioniert. Glücklicherweise hat die Firma einige eigene LKWs und damit auch eine eigene LKW Werkstatt, die Jungs dort waren sehr hilfreich und somit konnte ich für nen Zehner in die Kaffee (Bier)Kasse einen Luftschlauch und Werkzeug bekommen und hab den Hänger repariert. Dann gings ab nach Norden Richtung Hamburg, Stress war keiner, die Beladung war rechtzeitig fertig, Staus waren keine und ich kannte einen Autohof auf dem es echt ruhig war und leckeres Essen gab :) Da hab ich dann abends meine Pause gemacht und bin am nächsten Morgen nach Hamburg gefahren, war ja nur ne Stunde und ich war rechtzeitig um 7:30 Uhr an meiner Abladestelle, dort standen schon zwei LKWs von der Firma, die auch abgeladen werden sollten, die Jungs haben mich dann eingewiesen und ich hab die Kiste sauber abgestellt und war innerhalb von 1,5 Stunden leer.
Abaldestelle 1:
Dann gings weiter in ein Wohngebiet auch nochmal was kleines ausliefern und danach ab in den Freihafen zum Laden. Das war auch mal wieder aufregend, da war die Hölle los! Und ich hab gleich mal Bekanntschaft mit einem doofen Lagertyp gemacht. Der hat mich volle Kanne angebrüllt, weil ich einen Fuß in sein Lager, also quasi über die heilige Grenze gesetzt hatte. Man ging der ab, von wegen, ich soll keinen Stress machen LKW Fahrer arbeiten doch eh nix und haben immer Zeit. So ein Kasper. Sein Kollege der mir dann die Ladung gebracht hat war um einiges cooler und wir haben uns ganz gut verstanden. Das Beladen ging dann auch recht fix, das Zeugs war nur ordentlich schwer, also musste ich auf die richtige Gewichtsverteilung im Koffer achten und ne ordentlich Ladungssicherung durchführen, aber hat alles geklappt. Danach gings noch durch den Zoll wo ich einen Kollegen kennengelernt habe, der Überseecontainer fährt, der hatte mal die Arschkarte gezogen, weil er seit zwei Tagen im Hafen stand und sein Container vom Zoll geöffnet und durchsucht wurde. Als ich fertig war, was erstaunlich schnell ging und ich am Wegfahren war, kam er mir entgegen mit hängenden Mundwinkeln. Das wird wohl noch länger dauern, der halbe Container musste ausgeladen werden...Armer Kerl.
Bei der Ausfahrt aus dem Hafen bin ich dann auch gleich noch falsch gefahren, die haben da aber auch doofe Schilder an der Ausfahrt stehen. Eine Spur heißt "Leerfahrt" die andere "Verzollung" wo soll ich da hinfahren, wenn ich geladen, aber die Zollpapiere schon fertig sind? Ich stand dann mal in der Verzollungsspur und irgendwie hatte der Kollege beim Zoll auch nicht wirklich gute Laune, was auch immer an dem Tag dort los war. Als ich dann nach zwanzig Minuten endlich ins Büro durfte, konnte ich dann auch gleich wieder rausfahren und hatte wohl echt Glück, da mir ein anderer LKW- Fahrer erzählt hat, dass wohl das letzte Mal ein "Falschfahrer" 6 Stunden dort gestanden ist! Gott sei Dank hat das geklappt, tja und dann gings ab Richtung Süden über die Kasseler Berge mit 17 Tonnen Ladung, das war ein Spaß und artete mal richtig in Arbeit aus, so mit Schalten und so... Am Freitag hab ich dann alles gut abgeladen bekommen und es war Wochenende.
Diese Woche war ich dann nochmal alleine unterwegs und hab schon wieder Büromöbel gefahren, diesmal nach München zu MAN, die haben mal große Augen gemacht als ich da mit dem Stern auf der Kühlerhaube vorgefahren bin ;) Aber das ging schon klar, lustigerweise war meine Abladestelle beim Versuch wo die ganzen neuen und verhüllten LKWs standen, da bin ich dann dreimal zwischen den Hallen durchgefahren und jedesmal gab es verwirrte Blicke :) Danach dann in München noch laden für Wien, die ganze Nacht durchfahren, da ich um 6 Uhr in Wien sein sollte, was nicht geklappt hat, dafür war ich um 6:58 Uhr dort. Der Kollege dort meinte, dass sie ab 7 Uhr nix mehr annehmen...da hatte ich wohl auch mal wieder Glück :) Dann noch ab in den Hafen und laden und danach bin ich auf einen Rasthof gefahren und hab um 10:30 Uhr endlich Feierabend gemacht und bin todmüde in meine Koje gefallen. Mittags kamen dann noch zwei Kollegen vorbei, mit denen ich mich verabredet hatte und wir haben einen gemütlichen Feiertag in Österreich verbracht. Am Donnerstag früh dann Richtung Heimat ausladen und noch ne Tour holen, glücklicherweise stand ich immer noch per Handy mit Poldi und Niko in Kontakt, die haben mich dann auf einem Autohof abgeholt, weil meine Fahrtzeit zu Ende war und die Jungs noch Zeit frei hatten. Also war dann gestern abend die Woche vorbei und heute nach Auto putzen und aufräumen war schon mittags Wochenende, Juhuu!
Tja die nächste Zeit gibts vielleicht nicht mehr so viele Berichte, da ich jetzt erstmal ein bißchen ins Büro gehe...aber ich hör die Straße rufen...
Bis bald.
05 Oktober 2012
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